Pharao zu heiraten

Aus dem Jahrhundert imJahrhundert regen die menschliche Einbildung die exotischen Leidenschaften auf. Die groen Dichter traumten vonden Serails, unter das Band angefullt schmelzend gurijami. Die groen Sultane fullten die Harems mit den blonden Nordschonen aus. Undjedem schien es, dass die fremde exotische Liebe wohin als die gewohnheitsmaige Liebe Wanjas zuMane suer ist.

… Der Araber inder Welt sehr viel, undbeimir der gegenwartige Agypter!

Undjetzt hat sich kaum etwas geandert – jeder vonuns wenigstens einmal imLeben traumte vomexotischen Liebesabenteuer. Der weiblichen Einbildung wird der romantische Abend aufder unbewohnten Insel zu zweit mitdem schonen Mann-Ureinwohner, manner- – leidenschaftlicher Sex mitglutheiss mulatkoj gezeichnet.

Ein mein Freund in18Jahre traumte ernsthaft, mitder Negerin zu heiraten. Nein, nichtaufdem konkreten Madchen, undist es aufder Vertreterin dieser Rasse einfach. Warum Jaweil, warum sich die uberwiegende Mehrheit der Hausfrauen des Renternalters an den Serien uberdie lateinamerikanischen Leidenschaften ergotzt. Umins Leben die uralte Trauer des Menschen nachder exotischen Liebe wenn auch irgendwie zu verwirklichen.

Was dem Menschen den exotischen Roman geben kann, undals erunterscheidet sich vomRoman gewohnlich Warumschreiben wir den ungewohnlichen Umstanden der Bekanntschaft oder der exotischen Personlichkeit des Objektes unserer Leidenschaft irgendwelche unglaubliche Qualitaten zu, die die Geschichte der Liebe unbedingt schmucken sollen Ubrigens uberdie Liebe. Wobei hier, eigentlich sagend, die Liebe

Wenn sich hineinzudenken,kostet hinter unserem Durst der Exotik nur den Satz der nicht schlauen Stereotype (sie nichtsolche, wie wir!) das Plus die banale Neugierde. Doch ist es allem bekannt, dass die Spanier leidenschaftlich, die Franzosen fein, die Deutschen grundlich.Am meisten zu prufen! Und eswennsich zeigt, dass die Spanier die gewohnlichen Spaverderber vollkommen sein konnen, die Franzosen – die banalen Grobiane, und die Deutschen – ist es von den Liederjanen einfach, wir scheitern schrecklich: wo sie, versprochen von unserer Einbildung die Exotik Nicht wenn nur welche Exotik, und solche, wie im Kino, die Bucher und die Glanzzeitschriften genau ist.

Zu alledem tritt noch eine schlechte Frage ein Bisschen spater hervor: warumhalten dieser Franzosen und die Spanier die russischen Madchen fur die einfach schonen Puppen Ob nichtweil, was nichtdie Liebe, undder Exotik auch wollten